Leopardengeko eines der meistgehaltenen Reptilien
© Aquarien- und Terrarienverein Glarus

Aquaterrarium

Das Aquaterrarium bildet einen fließenden Übergang vom Aquarium  zum Terrarium. Der Begriff (also das nachgestellte Biotop) selbst ist nicht enger differenziert, wobei in der Regel in einem Aquaterrarium der Wasserteil dominiert. Lässt man in einem Aquarium z. B. eine Mangrovenwurzel aus dem Wasser ragen, das Becken dazu oben offen, und strebt einen emersen  Pflanzenbewuchs an, kann man von einem Aquaterrarium sprechen. In der Terraristik werden z. B. Amphibien, wasserliebende Reptilien oder Süsswasserkrebse in Aquaterrarien gehalten. Der Begriff Aquaterrarium bleibt jedoch immer ein Überbegriff, differenzierte Formen, die bestimmte Biotope nachstellen, sind Paludarium (Sumpfterrarium), Riparium (Uferterrarium) und Rivarium (Bachlaufterrarium). Es häufen sich immer mehr verfälschte Definitionen im Internet an, wodurch beispielsweise der Begriff Aquaterrarium mit Paludarium  gleichgestellt wird. Dies ist falsch, da ein Sumpf kein klares Wasser voraussetzt, und ein Terrarium mit Wasserteil nicht bedeuten muss, dass sich sumpfige Stellen darin befinden.
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Plaudarium

Ein Paludarium ist eine Sonderform des Aquaterrarium, es stellt ein Sumpfgebiet nach (lat. 'palus' = Sumpf) und dient insbesondere der Haltung von Amphibien und wasserliebenden Reptilien. Eine typische Bepflanzung besteht aus submers (unter dem Wasser) und emers (aus dem Wasser heraus oder auf Land) wachsenden Pflanzen, wie z. B. Anubias, Cyperus und Spathiphyllum. Der Behälter ist entweder ein aus Aquarium und zusätzlichen Glaswänden und -abdeckung zusammengesetztes Konstrukt oder ein Terrarium mit höherem Bodensteg. Immer ist darauf zu achten, ausreichende Frischluftzufuhr und erhöhte Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Auch wenn ein reines Paludarium nur Sumpf nachstellt, muss dennoch ab und an ein Wasserwechsel stattfinden oder dauerhaft eine Wasserfilterung (Hamburger Mattenfilter) integriert sein. Weitere Sonderformen des Aquaterrariums sind das Riparium  (Uferterrarium) und das Rivarium  (Bachlaufterrarium).
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Regenwaldterrarien

Regenwaldterrarien bestehen aus Kunststoff oder Glas oder versiegelten OSB-Platten. Die Front- und Deckenpartien sind durchsichtig, um die Beobachtung der im Terrarium gepflegten Tiere und Pflanzen beziehungsweise deren Beleuchtung zu ermöglichen. Die Terrarien weisen eine oder mehrere Lüftungsflächen auf. Diese befinden sich in der Regel unterhalb der Frontscheibe, sowie im hinteren Drittel der Deckscheibe. Durch die im Terrarium enthaltene Warmluft wird so eine Luftzirkulation hervorgerufen. Die Frontscheibe ist zweigeteilt, um ein Aufschieben zu ermöglichen. Regenwaldterrarien sind mit Abflussbohrungen in der Bodenplatte versehen, um ein Ablaufen des zur Beregnung verwendeten Wassers zu erlauben.
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Trockenterrarium

Trockenterrarium: Als Überbegriff versteht man unter einem Trockenterrarium alle beheizten und trockenen Terrarien. Abhängig von der Dekoration, der Bepflanzung und der Tierhaltung unterscheidet man zwischen: Wüstenterrarium: Hier wird eine Wüste nachgebildet. Der Bodengrund besteht bei diesem Terrarium aus einer tiefen Sandschicht oder aus einer Mischung aus Lehm und Sand. Ein Wüstenterrarium wird nur spärlich mit maximal 2 Pflanzen, einer Wurzel und/oder einem Kaktusskelett bepflanzt. Steppenterrarium: In einem Steppenterrarium wird die Übergangszone zwischen einer Wüste und einer Savanne  nachgebildet. Savannenterrarium: Ein Savannenterrarium bildet mit widerstandsfähigen Pflanzen, Hölzern und Steinen eine weite Ebene nach. Es kann mit Agavengewächsen, kleinen Feigenkaktusarten und Bogenhanf, reichhaltiger gestaltet werden als ein Steppenterrarium. Felsterrarium: In einem Felsterrarium wird eine Gesteinslandschaft nachgebildet
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Terrarien (Wikipedia)

Terrarien (von lateinisch terra „Land, Erde“) sind Behälter und Anlagen, die Terrarianer zur Haltung verschiedener Tiere  und Pflanzen betreiben. Anders als bei Aquarien dominiert der Landanteil und/oder der Luftraum. Aquarien und Terrarien werden unter dem Oberbegriff Vivarien zusammengefasst. Terrarien bestehen meist aus Glas, Kunststoff oder Holz und sind an zumindest einer Seite einsehbar. Oft wird der Lebensraum der gepflegten Tiere oder Pflanzen im Terrarium auf kleinerem Raum nachgebildet. Der Terrarianer bemüht sich um angepasste Klimatisierung: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wasserwerte und Beleuchtung werden gesteuert, inklusive ihrer jahreszeitlichen und täglichen Schwankungen. Beliebte Terrarienpflanzen sind etwa Kakteen, Bromelien, Orchideen, Farne, Moose und Wasserpflanzen. Es gibt reine Pflanzenterrarien, daneben werden in Terrarien Wirbeltiere beispielsweise Reptilien, Amphibien, Kleinsäuger und Wirbellose z. B. Insekten, Spinnen, Krebse und Skorpione gehalten. Terrarien müssen an die Ansprüche der gepflegten Lebewesen angepasst werden. Vielfach werden Terrarien vom Terrarianer selbst geplant und gebaut.